Jan van der Pol

Eröffnung der Ausstellung und GALERIENFRÜHSTÜCK im 6.+7. Wiener Bezirk
Samstag, 2. Juni 2007, 10 - 15 Uhr
Ausstellungsdauer: 2.6. - 28.7.2007

Der niederländische Künstler Jan van der Pol zeigt in seiner zweiten Ausstellung in unserer Galerie großformatige Gemälde und Zeichnungen aus den letzten Jahren.
Seine Bilder verarbeiten Menschenbilder aus den Massenmedien, vor allem aus Fernsehnachrichten. Der Prozess, der zum Entstehen seiner Bilder führt, passiert schubweise, so, als ob der Künstler eine bestimmte Menge an Information sammeln und erst in der Vermengung und Verdichtung seine Werke entstehen könnten. Das Verarbeiten dieser gewaltigen Informationsflut an Bildern von Indiviuen beeindruckt durch eine Intensität, die wohl nur in der Malerei möglich ist.

"Seit seiner frühen Jugend hat er Bilder in seinem Geist gespeichert, die aus eindrucksvollen Erfahrungen, Träumen und Visionen stammen.
Immer geht es jedoch um starke Motive, bei denen es sich lohnt, sie wie Trophäen zusammenzutragen.
Die Gemälde von Jan van der Pol .... sprechen .... das Tragische an.
Menschen sammeln. Wie Jan van der Pol zeitgenössische Kunstwerke und Ethnographika sammelt, so trägt er seit Beginn seiner Künstlerlaufbahn in seinem Werk Menschenfiguren zusammen.
Genau wie bei den Köpfen geht es bei den Menschenfiguren und Porträts also um Typen: Stücke in Jan van der Pols persönlicher Menschensammlung.
Architektur und Landschaft. ...
Solche Erinnerungsbilder sind scharf und verwischt zugleich. Manchmal enthält ein solches Gemälde eine leere Stelle, als hätte der Künstler hier eine Gedächtnislücke gehabt.
Im gesamten Werk von Jan van der Pol herrscht eine Art Unbeugsamkeit, die darauf hinweist, daß es so sein muß und nicht anders.
Es ist ohne weiteres deutlich, daß Jan van der Pol ein starkes Gefühl für das Tragische der Existenz hat. Das Bewußtsein der schwankenden Seiten der menschlichen Existenz durchzieht sein ganzes Werk."
(Katalin Herzog)

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