Orshi Drozdik - O.D.F.A.M. Orshi Drozdik Feminist Art Museum

18. September - 17. November 2019

 

 

Die Ausstellung „Orshi Drozdik Feminist Art Museum“ (O.D.F.A.M.) zeigt photographische Arbeiten und Malerei der feministischen Performance-Künstlerin Orshi Drozdik. Drozdik erhielt ihre Ausbildung an der Akademie in Budapest und lebte anschließend vor allem in Amsterdam und New York. Durch die Verwendung unterschiedlicher Ausdrucksformen und Medien beschäftigt sie sich bereits seit den 70er Jahren mit der politischen und kulturellen Repräsentation des weiblichen Körpers unter dem Einfluss einer patriarchalen Gesellschaft. Die Grundlage hierfür bildet Drozdiks kontinuierlich weiterentwickeltes Konzept der „ImageBank“, einer Sammelbank aus fotografiertem Bildmaterial, welche kunsthistorische Abbildungen wie auch Medienbildern der Populärkultur umfasst. Das Fotografieren und das Sammeln dienen als Ausgangspunkt um die generierten Bedeutungen und ideologischen Implikationen der patriarchalen Bildproduktion kritisch zu beleuchten. Mittels Lichtprojektion werden die Fotografien in Drozdiks performative Praxis eingebunden und durch das Wechselspiel mit der Inszenierung ihres meist nackten, weiblichen Körpers rekontextualisiert. Die Auseinandersetzung zwischen Bild und Körper wird durch die Künstlerin fotografisch festgehalten, wodurch neues Material für weitere künstlerische Verwendung entsteht.

In der Ausstellung werden unter anderem mehrere frühe Fotoserien der Künstlerin gezeigt, die Teil der beschriebenen Verfahrensweise sind. In ihrer ersten Serie Individual Mythology (1975) bindet Orshi Drozdik Photos von Tänzerinnen aus der ImageBank in die Inszenierung ihres Körpers ein. Sie stellt damit eine künstlerische Verbindung zwischen der Dynamik ihrer Performance und den dargestellten Pionierinnen des Tanzes und der Choreographie her und betont ihre Selbstbestimmtheit als weibliche Künstlerin. Die Serie Blink and Sigh (1977) steht mit Drozdiks Auseinandersetzung um die Songs von Armanda Lear in Verbindung, die Mitte der 70er Jahre als „Discoqueen“ gefeiert wurde. Während Lears Song I am a photograph davon handelt, wie aus einer Frau durch den männlichen Blick ein glamouröses Werbebild wird, setzt Orshi Drozdik auf eine künstlerische Selbstbestimmung, dessen Kern darin besteht, sein eigenes Bild zu kreieren und die eigene, feministische Subjektivität auszudrücken.  

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