Ákos Birkás 1941-2018

 

Ákos Birkás wurde 1941 in Budapest geboren. Nach der Ausbildung zum Künstler an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest in den 1960er Jahren hat er Bilder und Portraits gemacht. Anfang der 1970er Jahre malte Birkás konzeptionelle, realistische Bilder und arbeitete er mit konzeptueller Fotografie. 1985 begann er seine abstrakte “Kopf”-Serie, die im Laufe der Jahre zu einer monumentalen Reihe von Bildern geworden ist. Das einzige Motiv dieser Werke ist die ovale Form, die mehrere Interpretationen enthält. Seit 2000 hat er sich unter anderem mit sozialen Fragen in großen realistischen Bildern wie dem Problem der globalen Migration befasst. Die Elemente seiner vielfältigen Lebensarbeit basieren auf einer souveränen Logik. Neben seiner künstlerischen Arbeit ist auch seine pädagogische und theoretische Arbeit von Bedeutung. Sein außergewöhnlicher Intellekt, sein großzügiger Horizont, ist weit über Ungarn hinaus bekannt. Seit den 90er Jahren lebte und arbeitete er in Wien, München, Berlin, und zuletzt viele Jahre wieder in Budapest. Im Jahr 1989, vor dem Fall der Mauer, wurde von Hans Knoll die erste zeitgenössische und kommerzielle Galerie internationaler Kunst des damals noch existierenden Ostblocks in Budapest gegründet, in enger Zusammenarbeit mit Ákos Birkás. Im Jahr 2009 entstand ein Film über Birkás und sein Werk für den französisch-deutschen Fernsehsender Arte (Regisseurin Judith du Pasqui).

Ákos Birkás’ Werke befinden sich in renommierten internationalen und einheimischen Museen, darunter das Guggenheim Museum New York, das Wiener mumok, die Grazer Landesgalerie Joanneum, das Ludwig Museum Budapest, die Slowakische Nationalgalerie, die Ungarische Nationalgalerie. Er erhielt eine Reihe von Auszeichnungen und Anerkennung, unter anderem den Herder-Preis (1989), den Preis der Ungarischen Republik (2008) und den ungarischen Prima Primissima Preis (2017). Ákos Birkás war Mitglied der Széchenyi Akademie für Literatur und der Akademie der Bildenden Kunst in Budapest.