Nächste Veranstaltung:

AES+F

Islamic Project: Budapest und Wien                                            

Eröffnung: Mittwoch, 20.November, 19 Uhr

Orshi Drozdik - O.D.F.A.M. Orshi Drozdik Feminist Art Museum

18. September - 17. November 2019

 

  • Orshi Drozdik: Pornography, 1979/2019, silver gelatin , 72x52 cm, Copyright Knoll Galerie Wien und Budapest.
  • Orshi Drozdik: Test-Body, 2004, Aquarell, 42x52cm, Copyright Knoll Galerie Wien und Budapest
  • OrshiDrozdik: Blink and Sigh, 1977/2019, silver gelatin, 42x52 cm, Copyright Knoll Galerie Wien und Budapest.
  • Blink and Sigh, 1977/2019, silver gelatin, 72 x 52 cm. Copyright Knoll Gallerie Wien und Budapest.
  • Pornography, 1979/2019, silver gelatin, 42 x 52 cm. Courtesy of Knoll Gallery Vienna/ Budapest. Exhibition: O.D.F.A.M., Knoll Gallery Vienna, September - November 2019.
  • Blink and Sigh, 1977/2019, silver gelatin, 72 x 52 cm. Courtesy of Knoll Gallery Vienna/ Budapest. Exhibition: O.D.F.A.M., Knoll Gallery Vienna, September - November 2019.
  • 6611 Orshi Drozdik The Body sees everything   6   Aquarell  42x52 cm  1981 82 ld 01

 

Die Ausstellung „Orshi Drozdik Feminist Art Museum“ (O.D.F.A.M.) zeigt photographische Arbeiten und Malerei der feministischen Performance-Künstlerin Orshi Drozdik. Drozdik erhielt ihre Ausbildung an der Akademie in Budapest und lebte anschließend vor allem in Amsterdam und New York. Durch die Verwendung unterschiedlicher Ausdrucksformen und Medien beschäftigt sie sich bereits seit den 70er Jahren mit der politischen und kulturellen Repräsentation des weiblichen Körpers unter dem Einfluss einer patriarchalen Gesellschaft. Die Grundlage hierfür bildet Drozdiks kontinuierlich weiterentwickeltes Konzept der „ImageBank“, einer Sammelbank aus fotografiertem Bildmaterial, welche kunsthistorische Abbildungen wie auch Medienbildern der Populärkultur umfasst. Das Fotografieren und das Sammeln dienen als Ausgangspunkt um die generierten Bedeutungen und ideologischen Implikationen der patriarchalen Bildproduktion kritisch zu beleuchten. Mittels Lichtprojektion werden die Fotografien in Drozdiks performative Praxis eingebunden und durch das Wechselspiel mit der Inszenierung ihres meist nackten, weiblichen Körpers rekontextualisiert. Die Auseinandersetzung zwischen Bild und Körper wird durch die Künstlerin fotografisch festgehalten, wodurch neues Material für weitere künstlerische Verwendung entsteht.

In der Ausstellung werden unter anderem mehrere frühe Fotoserien der Künstlerin gezeigt, die Teil der beschriebenen Verfahrensweise sind. In ihrer ersten Serie Individual Mythology (1975) bindet Orshi Drozdik Photos von Tänzerinnen aus der ImageBank in die Inszenierung ihres Körpers ein. Sie stellt damit eine künstlerische Verbindung zwischen der Dynamik ihrer Performance und den dargestellten Pionierinnen des Tanzes und der Choreographie her und betont ihre Selbstbestimmtheit als weibliche Künstlerin. Die Serie Blink and Sigh (1977) steht mit Drozdiks Auseinandersetzung um die Songs von Armanda Lear in Verbindung, die Mitte der 70er Jahre als „Discoqueen“ gefeiert wurde. Während Lears Song I am a photograph davon handelt, wie aus einer Frau durch den männlichen Blick ein glamouröses Werbebild wird, setzt Orshi Drozdik auf eine künstlerische Selbstbestimmung, dessen Kern darin besteht, sein eigenes Bild zu kreieren und die eigene, feministische Subjektivität auszudrücken.  

Aktuelles


Künstlerin Ilona Németh hat das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erhalten.

Der Künstlerin Klára Rudas wurde den Klára Herczeg Preis für junge KünstlerInnen verliehen.