Bartosz Kokosiński - Dysfunctional Matter

Eröffnung: Mittwoch, 20. Jänner 2016, 19h
20.01. - 09.04.2016

  • Bartosz Kokosiński, Flood, 2015, mixed media, 76,5x49 cm
  • Bartosz Kokosiński, Painting devouring a Still Life with Rocket, mixed media, 80x130x16 cm
  • Bartosz Kokosiński, Screen, 2016, mixed media, 40x31 cm
  • Bartosz Kokosiński, Theotokos of Tikhvin, 2015, mixed media, 38,8x27x4,4 cm
  • Bartosz Kokosiński, Untitled, 2015, pigment, varnish, resin on canvas, 69,5x50 cm
  • Bartosz Kokosiński, Cranny, 2015, resin, varnish, yarns, canvas, 150x150 cm
  • Bartosz Kokosiński, Shattered, 2015-16, broken plates, oil on canvas, 90x48x26 cm
  • Bartosz Kokosiński, Scar, 2015, alkyd paint and resin on canvas, 57,5x40x11,5 cm
  • Bartosz Kokosiński, Cracks with Mirror, 2015, mixed media, 35x96x15 cm
  • Bartosz Kokosiński, Tear, 2015-16, alkyd paint and resin on canvas, 160x150 cm
  • Bartosz Kokosiński, Painting, 2013-15, oil and spray on canvas, 41x34 cm
  • Bartosz Kokosiński, Untitled, 2013-15, oil and resin on canvas, 33x26 cm
  • Bartosz Kokosiński, Board, 2015-16, pigment and alkyd paint on canvas, 50x40 cm
  • Bartosz Kokosiński, Fog, 2015, oil and resin on canvas, 31,5x20 cm
  • Bartosz Kokosiński, Untitled, spray and oil on canvas, 108,5x67x21,7 cm

Knoll Galerie Wien zeigt ab 21.01.2016 neue Werke des jungen, polnischen Künstlers Bartosz Kokosiński. Bartosz Kokosiński (*1984) lebt und arbeitet in Warschau und zählt zu den aufstrebendsten Künstlern seiner Generation. Die Ausstellung Dysfunctional Matter ist die zweite Einzelausstellung in der Galerie, in welcher auch sein erster Katalog vorgestellt wird. 

Kokosińskis Werke oszillieren an der Schnittstelle zwischen Malerei und Objekt. Besonders seine Serie „Paintings devouring Reality" die im Mittelpunkt seiner letzten Einzelausstellung in unserer Galerie stand, verkörpert diese Hybridität: verschiedenste Alltagsgegenstände, oft thematisch zusammengesetzt, die von der Leinwand verschlungen, oder auch verhüllt und beschützt werden.  

In seinen neuen Arbeiten fokussiert Kokosiński stärker auf die Parameter der Malerei - Leinwand, Rahmen, Farbe, Volumen, Komposition und vor allem Ober- fläche. Er sammelt, untersucht, kombiniert und komponiert die einzelnen Elemente zu einem Werk, welches wie eine missratene oder fehlerhafte Leinwand wirken kann. Gerade durch diese bewusste Verknüpfung für sich dysfunktionaler Fragmente entsteht eine neue ästhetische Einheit. Die Materialität, teils als konstruierender Part in den Vordergrund gerückt, teils durch Farbe oder Lack wie durch einen Schleier verhüllt, nimmt eine zentrale Rolle ein. Verwendete Gegenstände und angewandte Arbeitstechniken werden als Motiv in die Abstraktion überführt. Die Materialien und Bruchstücke aus denen sich die Arbeiten zusammensetzen, sammelt Kokosiński während seiner Streifzüge durch Warschau und anderen polnischen Städten. Es sind übriggelassene, weggeworfene oder missachtete Gegenstände der Gesellschaft, die Kokosińskis Interesse wecken. Sie sind ein Abbild seiner Umgebung, die sich oft durch viele Gegensätzlichkeiten, Brüche, Kitsch, Chaos, und einer gewissen zerrütteten Schönheit auszeichnet, so der Künstler. Solche Prozesse - wahrnehmen, umherstreifen, einsammeln, reflektieren, kombinieren, verfremden und fertigen - finden sich in seinen Werken wieder. Bartosz Kokosiński integriert bewusst eine gewisse Dysfunktionalität in ästhetisch abstrakte Einheiten und entwickelt so eine charakteristische Bildsprache, die nur durch Brüche, Fragmenthaftigkeit, Negation und scheinbare Unvollständigkeiten existieren kann. 

Mit freundlicher Unterstützung von: